Geschichte

Vorwort zur Chronik

Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Eckdaten der Geschichte des 1. FC Knetzgau 1953 e. V. chronologisch dargestellt. Sicher fehlt das ein oder andere kleinere Ereignis. Uns war es jedoch ein Anliegen, die wichtigsten Ereignisse hervorzuheben welche den Verein zum Teil auch geprägt haben.

11.01.1953 - Gründung des 1. FC Knetzgau 1953 e. V.

Am 11. Januar 1953 trafen sich in der Gaststätte der Brauerei Ruß in Knetzgau 29 Personen um einen zweiten Fußballverein neben dem TSV Knetzgau zu gründen. Dem neuen Verein wurde der Name

1. FC Knetzgau 1953 e. V.

gegeben. Ziel war es, den Fußballsport einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

 

Der Gründungsvorstand setzte sich zusammen aus:

 

1. Vorsitzender

Josef Schnös

 

2. Vorsitzender

Hermann Hymon

 

Schriftführer

Julius Keidel

 

Kassier

Fridolin Feustel

 

Bemerkenswert und eine Rarität dürfte es sein, dass Fridolin Feustel 40 Jahre lang ununterbrochen als Kassier zur Verfügung stand. Bis vor wenigen Jahren war er zudem, trotz fortgeschrittenem Alter, als Platzkassier bei den Heimspielen tätig. Auch heute noch hält er "seinem FC" die Treue und ist bei den meisten Spielen der 1. Mannschaft, ob zu Hause oder Auswärts, vor Ort.

12.07.1953 - die erste Fußballmannschaft wird gegründet

Der erste Vereinsausschuss wurde am 12. Juli 1953 gewählt. Das Vereinslokal eröffnete man in der Gaststätte der Brauerei Ruß. Eine Fußballmannschaft wurde aufgestellt und 14 Spielerpässe beantragt. Zudem beantragte man die Aufnahme in den BLSV.

Von der Gemeinde Knetzgau bekam der Verein eine Wiese, den früheren Dreschplatz, die zum Sportplatz ausgebaut wurde. Nun konnte der Spielbetrieb im Spieljahr 1953/54 aufgenommen werden. Die 1. Mannschaft des 1. FC Knetzgau nahm erstmalig an den Verbandsspielen der C-Klasse Gruppe 19 teil. Das große persönliche Engagement der Gründungsmitglieder wird dokumentiert durch Franz Wambach, der einen persönlichen Kredit aufnahm damit der Verein die erste Garnitur Trikots kaufen konnte. Als Vereinsfarben wählte man Grün und Weiß.

1955 - Integration und Ausbau des Vereins

Der neu gegründete Verein integrierte sich nach und nach in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde Knetzgau. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die bei einer Neugründung durchaus üblich sind, verbesserte sich der Status des 1. FC Knetzgau kontinuierlich. Die Gründung einer Theaterspielgruppe unter der Leitung von Heinz Kipp im Jahre 1955 trug dazu erheblich bei. Die Aufführungen der Laienspielgruppe fanden großen Anklang bei der Knetzgauer Bevölkerung und im ganzen Landkreis.

Neben der gesellschaftlichen Anerkennung kam der 1. FC Knetzgau auch auf sportlichem Gebiet voran. So hielt man im Sommer des Jahres 1957 das 1. Pokalturnier mit den teilnehmenden Mannschaften der Vereine TSV Wülflingen, Viktoria Krum, TSV Prappach und SpVgg Unterschwappach ab. Der TSV Wülflingen wurde als erster Pokalsieger registriert. Im gleichen Jahr wurde auch die erste Schülermannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. Gleichzeit zog der Verein auf ein neues Sportgelände, dem heutigen Vereinsgelände, um.

Juni 1960 - Fahnenweihe

Am 25./26. Juni 1960 fanden die Feierlichkeiten zur Fahnenweihe statt. Das Fest wurde durch Heinz Kipp hervorragend organisiert. Höhepunkte waren der Festzug, die Weihe der Fahne und der Festbetrieb. Als Fahnenbraut fungierte Rosemarie Böhm. Die Patenschaft übernahm der 1. FC Augsfeld, der auch Hauptspielgegner im Einlagespiel des gleichzeitig stattfindenden Pokalturniers war.

1961 - Trainer ersten Ranges; Ludwig Müller übernimmt

1961 wurde mit Ludwig Müller, dem späteren Bundesliga -und Nationalspieler ein Trainer ersten Ranges verpflichtet. Um die Trainingsmöglichkeiten zu verbessern, installierte man am Sportgelände eine Flutlichtanlage.

 

Beim 10-jährigen Gründungsfest wurden die Gründungsmitglieder mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. 1965 gründete man aufgrund des vorhandenen Spielerpotenzials eine 2. Mannschaft, die zum Spielbetrieb angemeldet wurde.

 

Im Jahr 1967 konnte mit Franz Gocker das 100. Vereinsmitglied aufgenommen werden. 1968 begann die Tradition des großen Faschingsballs, der unter dem Motto Fideler Clown-Ball abgehalten wurde. Ebenfalls 1968 wurde der Verein ins Vereinsregister beim Amtsgericht Haßfurt eingetragen und erhielt den Zusatz "e. V.". 

 

1968 - die erste Meisterschaft

 In der Saison 1968/69 konnte die 1. Mannschaft souverän die Meisterschaft der C Klasse 19 erringen und erstmals in die B Klasse Haßfurt aufsteigen. In der folgenden Saison fanden deshalb die ersten Lokalderbies zwischen dem FC und dem TSV Knetzgau vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse statt.

 

Durch den Einbau von Duschen und Umkleideräumen im Keller der Brauerei Russ wurden auch die hygienischen Bedingungen erheblich verbessert. Eine Jugendmannschaft sowie eine neue Schülermannschaft wurden aufgestellt. Die Mannschaften wurden geleitet von Herbert Karg (Jugend) und Hans Hofmann (Schüler).

 

Die Jahre 1968/69 und 1970 brachten für den 1. FC Knetzgau den Durchbruch in allen Bereichen. Eine Damen-Fußballmannschaft, eine für damalige Verhältnisse einmalige Sache, wurde aus der Taufe gehoben. Unter sehr großem Zuschauerinteresse absolvierte man die ersten Spiele. Als Betreuer fungierten Willi Gocker und Fritz Nick.

 

1970 bis 1973 - 20 Jahre FCK

Nach dem Abstieg aus der B Klasse 1970/71 gelang der sofortige Wiederaufstieg in der nächsten Saison. Das 20-jährige Gründungsfest stand ganz im Zeichen des Fußballs und fand einen hervorragenden Anklang bei der Bevölkerung. Vor allem das Spiel Pfarrgemeinderat mit Pfarrer Seitz gegen den Gemeinderat begeisterte alle. Attraktion war auch eine Fallschirmspringereinlage. Die hervorragend gelungene Organisation lag in den Händen des Festausschussvorsitzenden Peter Häupler.

1974 bis zur Jahrtausendwende - FCK im Wandel der Zeit

1974 errang unsere Jugendmannschaft die Meisterschaft der Jugendgruppe 13. 1975 wurden die ersten Pläne zur Errichtung eines Vereinsheims aufgestellt, wobei sich Günther Merz besonders einsetzte. Diese Pläne wurden 1977 in die Tat umgesetzt. Nicht nur das in diesem Jahr der Grundstein gelegt wurde, es wurde auch der erste Bauabschnitt fertiggestellt.

 

500 Spiele für den 1. FC Knetzgau absolvierte Willi Gocker der anlässlich der Weihnachtsfeier 1975 hierfür geehrt wurde. Im Laufe des Jahres 1975 stieg auch die Mitgliederzahl über die 200er Grenze. Mittlerweile wurde die Jugendarbeit für 25 Jugend- und 28 Schülerspieler auf- und ausgebaut. Hier engagiert sich der 1. FC Knetzgau nach wie vor besonders.

 

Was für die Jugend gilt, gilt auch für die Senioren; eine AH-Mannschaft wurde ins Leben gerufen. Im September 1976 gründete man eine Damen-Gymnastikgruppe. Die Leitung übernahm Hildegard Häupler.

 

In den folgenden Jahren wurden mehrere Gründungsjubiläen gefeiert. Das letzte im Jahr 2003 zum 50-jährigen Bestehen. Im sportlichen Bereich gab es Höhen und Tiefen. Mehrere Aufstiege von der C in die B Klasse konnten gefeiert werden die durch einige Abstiege getrübt wurde.

 

2001 - sportlicher Höhepunkt

Der sportliche Höhepunkt wurde im Jahr 2001 erreicht. Erstmals wurde unter der Leitung von Trainer Erich Heim der Aufstieg in die Kreisliga SW Ost gefeiert. In der Kreisliga spielte der 1. FC Knetzgau vor allem in der 1. Saison (2001/2002) eine sehr gute Rolle. Nur knapp verpasste man den 2. Tabellenplatz der gereicht hätte um in einem Ausscheidungsspiel in die Bezirksliga aufzusteigen. 

FCK heute

Heute ist der FCK sportlich in einem erneuten Umbruch gelandet. Nachdem man 2 Jahre im Niemandsland der A-Klasse verschwunden war konnten in der Saison 2007/2008 unter der Leitung von Gerhard Schirmer einige Erfolge gefeiert werden. Zu Saisonbeginn erreichte man die 4. Runde im TOTO-Pokal indem man einige höherklassige Mannschaften schlug. In der A-Klasse spielte man bis in das letzte Drittel der Saison hinein um die vorderen Plätze mit. Allerdings ging der Mannschaft dann die Luft aus. In der Saison 2008/2009 feierte man einen gelungen Auftakt, was nach 5 Spieltagen mit der Tabellenführung belohnt wurde. Am Ende stand der 4. Tabellenplatz.

 

Nachdem Gerhard Schirmer sein Engagement beim FCK nach 3 Jahren beendete kamen und gingen einige Trainer ohne die Mannschaft richtig nach vorne zu bringen. Dies änderte sich mit Beginn der Saison 2011/2012 als man, in Person von Michael Finster und Markus Vogentanz, auf ein junges und spielstarkes Spielertrainer-Duo setzte. Bereits zu Saisonbeginn konnte man mit dem Gewinn der Gemeindemeisterschaft den ersten Erfolg feiern. Auch in den folgenden Jahren erzielte man beachtliche Erfolge. Scheiterte man im ersten Jahr noch in der Relegation knapp und fragwürdig am Aufstieg in die Kreisklasse, so machte man es nur ein Jahr später besser indem man die Spfr. Steinbach mit 4:0 in Zell a. E. schlug. Nach der Rückkehr in die Kreisklasse konnte man diese 2 Jahre im hinteren Drittel der Liga halten.

Als die Zusammenarbeit mit Michael Finster und Markus Vogentanz endete, kam der große Umbruch. Ganze 13 Spieler verließen zum Saisonbeginn 2015/2016 den Verein. Eine Anzahl die kein Verein verkraften kann. So musste der FCK als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht den bitteren Gang in die A-Klasse antreten. Dennoch war es der Mannschaft des neuen Trainers und FC-Urgestein Thomas Fritsch gelungen als eine Einheit aufzutreten, was von der Konkurrenz mit großer Beachtung registriert wurde. Auch gelang es dem Verein weiterhin 2 Herrenmannschaften im Spielbetrieb zu melden und zu halten. Eine Leistung die womöglich seinesgleichen sucht.

 

Viel bewegte sich in den vergangenen 60 Jahren auch im Bereich der Infrastruktur auf dem Sportgelände am Mainufer. Alleine in den vergangenen 5 Jahren wurden viele Arbeitsstunden und auch der ein oder andere Euro investiert um den Verein auch für die Zukunft gut aufzustellen. So wurde das Dach des Sportheimes saniert und ein Anbau mit neuen sanitären Anlagen und Umkleidekabinen erstellt. Aber auch nach Abschluss dieser Arbeiten wird niemand Müde den Verein weiterhin für die Zukunft auszurichten. Bestes Beispiel: Der neue Verkaufsstand für frisch gegrilltes!

 

Auch im Zeitalter des „Social Media“ spielt der FC Knetzgau mit. Ist man doch schon seit vielen Jahren mit einer eigenen Homepage im Internet aktiv, wurde zu Beginn des Jahres 2012 auch der Weg zu Facebook gegangen. Im Zuge der Neugestaltung der offiziellen Homepage wurde somit auch ein offizieller Facebook-Account angelegt. Hier werden alle Mitglieder und Interessierte jederzeit mit den neuesten Informationen zum FC versorgt. Selbst einen eigenen YouTube Kanal kann der FCK vorweisen. 

 

Somit hat sich der FC Knetzgau nicht nur von einem kleinen Verein der zu einem festen Bestandteil im täglichen Leben der Gemeinde Knetzgau gehört entwickelt, sondern auch zu einem Verein der zum einen mit der Zeit geht und zum anderen die Zeichen der Zeit erkannt hat.